Frühling – die Zeit des HOLZ-Elements

Frühling – die Zeit des HOLZ-Elements

Laut dem auf Naturbeobachtungen basierenden Kalender der Traditionellen Chinesischen Medizin beginnt bereits am 13. Februar der Frühling. Das eifrige Vogelgezwitscher und die langsam länger werdenden Tage sind erste Zeugen davon – auch wenn die Temperaturen in den vergangenen Tagen nochmals so richtig nach unten gegangen sind.

Entsprechend der 5 Elemente Lehre treten wir nun in die Phase des HOLZ-Elements ein. Diese ist geprägt durch eine verstärkte Dynamik und eine nach oben gerichtete Energie. Unser Körper und ganz stark auch unsere Emotionen werden von dieser Energie voll erfasst und können sehr leicht überfordert werden.

Damit sowohl Körper, als auch Geist in dieser Phase möglichst ausgeglichen bleiben, ist es wichtig, die beiden Holz-Organe – Leber und Gallenblase – zu stabilisieren und sanft zu entgiften.

Zum einen gilt es, die träge Feuchtigkeit des Winters, die sich durch schwerere, wärmere Kost angesammelt hat, auszuleiten. Zum anderen ist es nun wichtig, etwaige Stagnationen in Leber und Gallenblase zu lösen. Es kann sonst sehr leicht zu Blockaden des Energieflusses kommen.

Auf der mentalen Ebene äußern sich diese häufig in emotionalen Verstimmungen und einer verstärkten Tendenz zu Wut und Frust (den Hauptemotionen des Holzelements). Körperlich zeigen sich die Stagnationen in klassischen Nässe-Hitze-Themen der Leber- und Gallenblasen-Funktionskreise, wie Kopfschmerzen, Schwindel, der sogenannten Frühjahrsmüdigkeit oder Menstruationsproblemen.

Um all dem entgegen zu wirken sind sportliche Betätigung und vor allem viel Bewegung an der frischen Luft, aber auch Entspannungs- und Atemübungen sehr empfehlenswert.

Ernährungstechnisch helfen Hülsenfrüchte, Reis und viel (v.a. grünes) Gemüse sowie der intensive Einsatz frischer Kräuter und der regelmäßige Konsum von Bitterstoffen die Leber zu besänftigen und zu entgiften. Sobald der Löwenzahn seine frischen Blätter zeigt, solltet ihr unbedingt zugreifen und regelmäßig Salate oder Tees damit bereichern.

Man kann natürlich zusätzlich den Beginn der Fastenzeit als Ansporn nehmen und die positiven Effekte durch einen – zumindest temporären – Verzicht auf Alkohol, Zucker und eventuell auch Milch- und Weißmehlprodukte enorm verstärken. Wer es noch ein wenig strenger angehen will, dem sei eine Getreide-Kur empfohlen. Dafür ist es aber sinnvoll, auf etwas wärmere Temperaturen zu warten!

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